Maxnomic Commander S Test

Maxnomic Commander S im Test - was bietet uns diese Marke?

Maxnomic ist eigentlich keine unbekannte Marke unter den Gaming Stühlen auf dem Markt, nur sieht man eher weniger von dieser Marke, da die Stühle zum Beispiel nur im eigenen Shop verkauft werden. Und genau daher habe ich den Commander S aus meinem Test den ich hier bewerte. Mit der verstellbaren Lordosenstütze bietet er schonmal ein wertvolles ergonomisches Feature. Preislich gesehen ist er in der oberen Mittelklasse und mit diesen Stühlen werde ich den Commander S von Maxnomic auch gegenüber stellen und testen, ob er vom Sitzkomfort und der Qualität überzeugen kann.

Maxnomic Commander S Test
Inhaltsverzeichnis

Sitzkomfort nach längerem Gebrauch

Vom reinen Sitzgefühl sitze ich auf dem Commander S gut. Es gibt nichts das unangenehm drückt und auch die Lordose kann ich passend für mich einstellen (dazu weiter unten mehr). Auch das Nackenkissen benutze ich gerne, da es auch für meine Körpergröße mit 167cm weit genug nach unten gezogen werden kann.

Leider gibt es zwei Punkte die den Sitzkomfort für mich erheblich einschränken und warum ich nicht gerne längere Zeit auf dem Commanders S sitze. Zum einen ist es der ungewöhnliche chemische Duft der auch nach über 2 Jahren nicht verflogen ist und zum anderen ist es der Bezug der mich schwitzen lässt. Ich schreibe diesen Text nicht im Sommer mit hohen Temperaturen bei denen man schneller schwitzt, nein, es ist Frühling. Nach nur kurzer Zeit wird es im Rückenbereich wärmer und feuchter – unangenehm. Es gibt selten Kunstlederstühle auf denen ich so schwitze.

Sitzkomfort Sitzfläche

Polsterhärte

Was das Polster angeht kann ich nicht meckern. Vergleicht man es mit anderen Stühlen würde ich sagen, dass es schon eher in die härtere Richtung geht, aber keinesfalls zu hart. Hier kommt es natürlich auch auf das eigene Körpergewicht an. Da leichtere Personen nicht so stark in ein Polster einsitzen, wie schwerere, ist das empfinden da natürlich unterschiedlich.

Polsterhärte vom Maxnomic

Empfohlene Körpergrößen + Gasfeder

Die Sitzhöhe kann ich bei dieser Bewertung nicht gut einfließen lassen, da ihr beim Kauf die Wahl zwischen 3 verschiedenen Gasdruckfedern habt. Eine für Personen von 165-172cm (Sitzhöhe 46-51cm), dann eine von 173-190cm (Sitzhöhe 49-59cm) und eine für große Personen ab 191-200cm (Sitzhöhe 52-62cm).

Beim Maxnomic aus meinem Test ist eine „Medium“ Gasdruckfeder verbaut, die zwar für meinen Partner passen ist, aber nicht für mich mit 167cm. Bei meiner Größenempfehlung im Test lasse ich diesen Punkt daher außenvor.

Im Bereich der Sitztiefe passt es bei mir gerade so. Optimal wäre es, wenn zwischen Kniekehle und Sitzfläche 2 Finger bis eine Handfläche breit Platz wäre. Viel kleiner als ich sollte man also nicht unbedingt sein, es sei denn ihr habt besonders lange Beine bei kürzerem Oberkörper.

Da die Rückenlehne nicht besonders hoch ist, würde ich sagen, dass es für Personen über 190cm knapp werden könnte. Aufgrund der flachen Seitenwangen sollten aber auch breitere Personen genügend Platz finden.

Abschließende Größenempfehlung: Aus meinem Test würde ich sagen, dass Personen mit Körpergrößen von +- 170cm bis 190cm genügend Platz finden sollten. Auch breitere Personen sollten nicht eingeengt werden. Belastbar ist er bis maximal 150kg.

Platz an der Sitzfläche, Körpergröße

Features vom Maxnomic Commander S:

Mit einem Preis von etwa 380-410€ liegt der Commander S im oberen Gebiet der Mittelklasse. Bei diesem Preis erwartet man schon einiges an Features, aber keine Sorge, die bekommt ihr auch. Was den Preis und die Funktionen angeht ist er mit dem noblechairs Hero und dem Secretlab Titan zu vergleichen. Alle drei Modelle haben ein besonderes Feature: die verstellbare Lordosenstütze. Zudem haben sie rein von der optischen Bauweise Ähnlichkeiten.

Features vom Maxnomic Commander S

Verstellbare Lordosensütze

Dieses Feature ist für mich ein Highlight. Übliche Lendenkissen sind oft einfach zu dick, starr und nicht passend für jede Lordose. Sie zwingen einen schnell in eine unnatürliche und unbequeme Haltung. Eine verstellbare Lordosenstütze kann passend für so ziemlich jeden Lordosenbereich eingestellt werden und ist daher ergonomisch sehr wertvoll. Mittels eines kleinen Rades seitlich der Rückenlehne lässt sich die Rückenlehne im Lordosenbereich ausfahren und anpassen.

Verstellen der Lordosenstütze per Rad

4D Armlehnen

Bei einem Stuhl in dieser Preisklasse Standard und zu erwarten: Armlehnen die sich in 4 Richtungen verstellen lassen.

Standard 4D Armlehnen

Knie-Wippmechanik & Rückenlehne neigbar

Bei dieser „Knie-Wippmechanik“ handelt es sich um eine erweiterte Wippmechanik, wie wir sie von vielen anderen Gamingstühlen kennen. Mittels eines Rades unterhalb der Sitzfläche lässt sich die Intensität der Wippmechanik einstellen. Auch leichtere Personen wie ich mit 52kg können somit problemlos wippen.

Wippmechaniken werden meist in 3 Varianten eingestuft: Einfache Wippmechanik, erweiterte Wippmechanik und die Synchronmechanik. Die Synchronmechanik gilt als besonders Ergonomisch, da sie beim Wippen die Sitzfläche kaum bis gar nicht mit bewegt, wobei sich der Winkel zwischen Ober/-und Unterkörper vergrößert. Bei dieser Bewegung werden die Bandscheiden besser mit Nährstoffflüssigkeit versorgt.

Knie-Wippmechanik

Durch betätigen eines kleinen Hebels seitlich der Rückenlehne kann diese um bis zu 139° nach hinten geneigt werden.

Rückenlehne neigbar

Nackenkissen inklusive

Beim Kauf vom Commander S ist ein Nackenkissen direkt mit dabei. Es ist weich gepolstert und mit weichem Stoff bezogen. Auf der Rückseite befindet sich eine Anti-Rutsch-Beschichtung, damit das Kissen nicht immer wieder nach oben rutscht, wenn es einmal in Position gebracht wurde.

Für meine Körpergröße von 167cm lässt sich das Nackenkissen weit genug nach unten ziehen.

Nackenkissen vom Maxnomic Commander S

Aluminium Fußkreuz + Standardrollen

Beim Maxnomic Commander S finden wir ein stabiles Aluminium Fußkreuz mit 70cm Durchmesser. Es sieht gut aus und hält Belastungen von bis zu 150kg stand.

Wie NEEDforSEAT selbst schreibt sind die Rollen „Standardrollen“, kein optisches Highlight, aber das müssen sie ja auch nicht sein. Hauptsache sie rollen leicht und leise, und das tun sie.

Aluminium Fußkreuz mit Rollen

Qualität und Verarbeitung mit Makeln

Auf den ersten Blick macht der Maxnomic Commander S einen guten Eindruck. Funktionen lassen sich gut ausführen und die Nähte verlaufen gerade. Beim weißen Kunstleder ist der Bezug etwas faltig, was ich aber nicht besonders gravierend finde.

Bezug zieht Falten

Was mich eher stört ist die Optik von hinten. Steht der Stuhl am Tisch und wird gerade nicht benutzt, sehen wir ihn viel von hinten und genau dort kommt eine unschöne Stelle zum Vorschein. Das Gestell des Stuhls zeichnet sich im Bezug ab. Bei einem Preis von etwa 380-410€ hätte ich es anders erwartet. Aber nun gut, das zur generellen Verarbeitung. Zu dem Thema gibt es aber noch zwei Punkte in folgenden Absätzen zu sagen:

Gestell an der Rückenlehne sichtbar

Beißender Duft auch nach Jahren

Schon beim auspacken fanden mein Partner und ich, dass der Commander S irgendwie chemisch riecht. Auch wenn man nicht drauf saß, haben wir den Duft wahrgenommen. Nun hat der Stuhl über 2 Jahre bei uns verbracht und der Duft ist noch da. Zwar nicht mehr ganz so extrem, aber ich nehme ihn immer noch wahr, während ich gerade auf ihm sitze und diesen Text schreibe. So etwas habe ich bei noch keinem anderen Stuhl gehabt. Komisch.

Maxnomic Commander S Stuhl

Qualität des Kunstleders fraglich

Beim Thema Kunstleder gibt es so viele Unterschiede, was einige gar nicht meinen würden. Generell wird immer gesagt Kunstleder sei kaum Atmungsaktiv, aber dem ist nicht immer so. Es gibt hochwertige Kunstleder die sehr wohl Atmungsaktiv sind und auf denen man auch im Sommer super sitzen kann. Dann gibt es natürlich auch weniger hochwertige Materialien die weniger gute Eigenschaften mit sich bringen.

Was die Haptik angeht hätte ich den Bezug vom Maxnomic Commander als gut eingeschätzt, nicht zu dünn und weich. Sitze ich jedoch einige Zeit auf dem Stuhl, wird es im Rückenbereich immer wärmer und wärmer, bis es feucht wird. Und das nicht einmal im Sommer. Also leider fange ich schnell an zu schwitzen im Rückenbereich wenn ich auf dem Maxnomic Commander S sitze. Normalerweise fange ich nicht so schnell an zu schwitzen, muss ich dazu sagen.

Rückenlehne, schnelles schwitzen im Test

Preis-Leistungs-Verhältnis bei diesem Stuhl

Schauen wir uns noch einmal an, welche Funktionen uns denn alle bei einem Preis von 380-410€ für diesen Stuhl geboten werden:

Beachten wir nur die Funktionen die uns geboten werden würde ich sagen, dass wir hier ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Beziehe ich jetzt noch die Qualität meines Stuhls in die Bewertung mit ein, bin ich mir nicht mehr so sicher. Da ich schon nach kurzer Zeit im Rückenbereich anfange zu schwitzen, schätze ich den Bezug als nicht sehr Atmungsaktiv ein. Der chemische Geruch den der Commander S von sich gibt, lässt mich ebenfalls zweifeln.

Fazit: Kann ich den Maxnomic Commader S aus meinem Test empfehlen?

Was das reine Sitzgefühl und die Funktionen angeht kann ich den Maxnomic Commander S für passende Körpergrößen empfehlen. Wenn ich mir den Punkt Qualität meines Stuhls anschaue, dann kann ich ihn eher weniger empfehlen. Ansonsten ist er ja ein guter Stuhl der gute Funktionen bietet, aber dass ich so schnell schwitze und er auch nach 2 Jahren noch so einen Duft abgibt, macht mich stutzig was die Qualität angeht. Betrachten wir all diese Punkte zusammen, würde ich euch lieber andere Stühle empfehlen, als den Commander S.

Bei diesem Stuhl habe ich erwartet, dass er in Sachen Qualität mit noblechairs und Secretlab gleich auf ist, da die Funktionen und die Bauweise ähnlich sind, aber mir scheint es nicht so nach meinem Test.

Mein Fazit zum Maxnomic Test

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